Praxis für Lymphtherapien

Therapie

Bei der manuellen Lymphdrainage handelt es sich um eine sehr sanfte Therapie, durch die der Lymphfluss angeregt wird. Dadurch erfolgt eine Entstauung des Körpers, die Immunabwehr wird gesteigert und Schlackenstoffe abtransportiert. Ein weiterer positiver Effekt ist die Entspannung des gesamten Körpers.

Die manuelle Lymphdrainage ist eine sehr sanfte und entspannende Therapie. Wichtig ist, dass die Handgriffe rhythmisch und langsam, sowie fast ohne Druck ausgeführt werden. Sie ist für jeden Menschen geeignet und wird selbst von Kindern als sehr angenehm erlebt. 

Die manuelle Lymphdrainage ist ein Bestandteil der Komplexen Physikalischen Entstauungstherapie (KPE). Dazu zählen:

  • Kompressionstherapie
  • Hautpflege
  • Bewegungsübungen
  • ggf. Physiotherapie

Was wird unter manueller Lymphdrainage verstanden?

Die manuelle Lymphdrainage wird oft zu den Massagemethoden gezählt. Das ist so nicht richtig. Sie ist eine sehr sanfte, entspannende Therapie, die das gesamte Lymphgefässsystem anregt. Behandelt wird nur ein Teilbereich des Körpers, z.B. Hals und Bauch zur Vorbereitung für die Beine, wo sich das Problem befinden würde. Trotzdem reagiert das gesamte Lymphsystem des Körpers.

Was bewirkt die manuelle Lymphdrainage im Körper?

  • Entwässerung und Entstauung, Ausschwemmen von Giftstoffen, Zelltrümmern
  • Lymphbildung und Lymphtransport werden gefördert
  • Unterstützung zur Ausbildung kollateraler Lymphgefässe (Lymphgefässe, die nicht mehr genutzt werden können - aus unterschiedlichen Gründen - werden umgangen und es legen sich neue Gefässe an)
  • Resorption der lymphostatischen Fibrosklerose (Verklebungen werden gelöst)
  • Entspannung der behandelten Person

Anwendungsmöglichkeiten

Die Anwendungsmöglichkeiten sind sehr vielfältig. Es gibt jedoch Einschränkungen, bei denen der Kontakt und der Informationsaustausch mit dem zuständigen Arzt gesucht werden. 

Grundsätzlich muss beachtet werden, dass eine manuelle Lymphdrainage nie Schmerzen verursachen sollte. Im Vergleich zur klassischen Massage (welche auf Muskeln und Bindegewebe wirkt) wird bei der manuellen Lymphdrainage am Lymphsystem gearbeitet. Dies liegt zum grössten Teil direkt unter der Haut und verläuft parallel zum Venensystem.


Die manuelle Lymphdrainage ist ein Therapieangebot für folgende medizinische und präventive Indikationen:

  • Primäre und sekundäre Lymphödeme
  • Lipödeme
  • Schwangerschaftsödeme
  • Migräne und andere Kopfschmerzformen
  • Hämatome (Blutergüsse)
  • Narbenbehandlungen
  • Rheumatische Erkrankungen
  • Vorbereitung auf Operationen
  • Schwellungen nach Operationen
  • Status nach Schleudertrauma
  • Prellungen und Quetschungen
  • in der Tumornachsorge, zur Schmerztherapie
  • bei Sportverletzungen, medizinische und präventive Indikation


Begleitend bei:

  • Chronischen Erkrankungen, z.B. Bronchitis, Verstopfung
  • Burnout, Depressionen
  • Allergien, z.B. Heuschnupfen
  • Verspannungen, Stress
  • Menstruationsbeschwerden

Funktion des Lymphsystems

Die Lymphe wird auch die weisse Schwester des Blutes genannt, weil sie im Körper in einem weit verzweigten System fliesst, dass parallel zu den Blutgefässen verläuft.

Im Gegensatz zum Blutkreislauf ist das Lymphgefässsystem ein Halbkreislauf, welcher eigenständig arbeitet. Es wird durch die Lymphknoten unterbrochen und ist ein reines Transport- bzw. Drainagesystem. Das heisst, Lymphflüssigkeit wird aus dem Zwischenzellengewebe aufgenommen und weitertransportiert. Die Lymphgefässe leiten die Lymphflüssigkeit in das Venensystem ab. Zu ihren Aufgaben gehört es, Bakterienherde aufzuspüren und zu eliminieren, Immunzellen zu transportieren, vor allem aber die Schadstoffe aus dem Körper zu leiten.

Funktioniert das Lymphsystem nicht einwandfrei, kann dies zu ernsthaften gesundheitlichen Problemen führen. Besonders betroffen ist das Immunsystem, welches nur noch eingeschränkt arbeiten kann. Es kann ebenso zu Wasseransammlungen in den Extremitäten kommen oder zu Magen-Darm-Problemen.